Projekt

Fledermauskästen

Fledermausschutz am Gebäude

Welches Versteck ist optimal?

Viele Fledermausarten verstecken sich an Gebäudefassaden in Spalten. Doch im modernen Siedlungsraum fehlt es heute an geeigneten Fledermausverstecken. Energiesparmassnahmen verlangen kompakte Gebäudehüllen ohne Spalten. Hohlräume in hinterlüfteten Fassaden sind wegen der Zugluft ungeeignet und moderne Fassadenmaterialien sind zum festkrallen zu wenig griffig. Mit Fledermauskästen können optimale Versteckmöglichkeiten angeboten werden.

Fledermäuse sind Energiesparkünstler

Welches Mikroklima muss ein Fledermauskasten bieten? Fledermäuse sind Säugetiere welche ihre Körpertemperatur verändern können. An kühlen Tagen können sie Energie sparen, weil ihr Körper auskühlt. Das macht grundsätzlich Sinn, doch es gibt spezielle Situationen. Im Sommer brauchen säugende Weibchen genügend Wärme um Muttermilch zu produzieren. Männchen hingegen bevorzugen wärmere Verstecke in der Balzzeit im Herbst. Fledermäuse wählen also im Jahresverlauf je nach Geschlecht gezielt Verstecke mit unterschiedlicher Sonnenbestrahlung und damit einem unterschiedlichen Wärmeangebot.

Ein Versuch mit unterschiedlichem Wärmeangebot

Diese beiden Fledermauskästen Typ Schwegler 1FTH bieten je fünf Quartierkammern, welche verschieden gross sind und sich unterschiedlich erwärmen. Sie sind dreifach übereinander angeordnet und die Sonne erwärmt die oberste Kammer am meisten, ganz besonders im schwarzen Kasten. In den grossen weiten Kammern können die Fledermäuse relativ kühl einzeln hängen, in den kleinen engen zum gegenseitigen wärmen nahe beieinander. Die Kammern sind miteinander verbunden, so dass ein Hangplatzwechsel innerhalb des Verstecks möglich ist. Holzplatten unterteilen die Kammern und bewirken eine ausgeglichene Luftfeuchtigkeit.

Welche Fledermausarten könnten hier einziehen?

In der Umgebung leben vier Fledermausarten, welche sich auch in Fassadenspalten verstecken und darum auch als „Untermieterinnen“ in diesen Fledermauskästen in Frage kommen.