Projekt

art container project

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„We the Rich“, von Flavio Cury 2016
„We the Rich“, von Flavio Cury 2016

Das art container project ist ein innovativer offspace, ein nichtkommerzieller, unabhängiger Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst. Im art container project finden Ausstellungen, Workshops und Präsentationen von Street-Art statt. Das Projekt bietet jungen Kunstschaffende ideale eine Kommunikationsplattform. Zum art container project gehören Kunstinteressierte, visuelle Künstler, Musiker, Fotografen und weitere Vertreter der Kreativszene. Enge Kontakte bestehen zu Visarte (visuell schaffende KünstlerInnen), AZB (BildhauerInnen) und VFG (FotografInnen). Auch verschiedenen Spin-offs der ZHdK bietet das art container project eine ideale Plattform.

 

“Nur Worte!” im artcontainer 2016   ©Janeth Berrettini
“Nur Worte!” im artcontainer 2016 ©Janeth Berrettini

Seit Juni 2015 hat das art container project 16 erfolgreiche Kunstausstellungen beim Pfingstweidpark in Zürich West organisiert. Getragen wird der Kunstraum vom Verein art container project mit rund 70 Mitgliedern. Über 40 Künstlerinnen und Künstler haben sich bisher im Programm des artcontainer engagiert. Dank ihrer grossen Motivation und Identifikation mit dem artcontainer project hat dieser neue Offspace rasch viele Freunde gefunden und zahlreiche BesucherInnen angelockt. So hat sich das einzigartige Projekt in nur zwei Jahren zu einem festen Bestandteil der Zürcher Kunstszene entwickelt. Seit Juni 2017 befindet sich der artcontainer hier auf der Brache Guggach. Wichtig sind nebst spannenden Ausstellungen und Performances auch soziale Aspekte und die Vernetzung im Quartier. Musik, Workshops und Diskussionspanels sind denn auch Teil des Programms.

 

Der artcontainer besteht aus zwei 40-Fuss High-Cube-Containern. Diese verfügen mit 2,9m über eine angenehme Raumhöhe und weisen zusammen eine Fläche von gut 60 m2 auf. Zusätzlich wird auch der Aussenraum bespielt. Ein Container ist eine weltweit millionenfach verbreitete, standardisierte, rohe Raumhülle. Vor allem aber gilt der Container als das …

 

www.artcontainer.ch

... Symbol der Globalisierung

artcontainer in Zürich West 2016 © Pascal Meier
artcontainer in Zürich West 2016 © Pascal Meier

„Der Container hat den Warenverkehr revolutioniert, etwa 90 Prozent aller Waren werden heute so transportiert. Gleichzeitig ist er Symbol der Globalisierung, sowohl für deren wirtschaftliche Dynamik als auch für die entfremdeten Zustände im Kapitalismus.

 

Das Prinzip des Containers und der Grund für seinen durchschlagenden Erfolg besteht darin, den Container als einen Meta-Behälter zu konzipieren, um dessen Inhalt man sich nicht kümmert, solange man sich nicht am Anfang oder am Ende der Transportkette befindet. Der Container fungiert als eine Art Black Box des Transports (Alexander Klose: Das Container-Prinzip. Wie eine Box unser Denken verändert).

 

... und Black Box

„We the Rich“, von Flavio Cury 2016
„We the Rich“, von Flavio Cury 2016

„Der Container ist kein Gefäss mehr, das die Welt erfasst und den Menschen verkörpert, er ist die magische black box des Nichts, Ende des Menschen und der Welt, Tod Gottes, Ende des Endes und des Anfangs, Endlosigkeit des Vorläufigen, ein nichtssagender Behälter, dem entfällt, was er behält.“ Hannes Böhringer, Kunstphilosoph

 

Der artcontainer ist kein White Cube. Viele der am artcontainer project beteiligten KünstlerInnen nehmen in ihren Werken explizit Bezug auf die Metapher des Containers als Black Box und Symbol der Globalisierung.

 

Treffpunkt Kultur

André Wilhelm, artcontainer project 2016
André Wilhelm, artcontainer project 2016

Das art container project fördert die Qualität des urbanen Stadtraums. In unmittelbarer Umgebung des artcontainer projects sind beim Bucheggplatz in kurzer Zeit Hunderte von neuen Wohnungen entstanden. Mit der Brache Guggach stellt die Stadt Zürich der Quartierbevölkerung ein grosses Areal zur Verfügung. Bei Anwohnenden und BesucherInnen ist der Ort beliebt als Treffpunkt. Hier wird Gemeinschaft gelebt, ein Quartier erwacht zu neuem Leben. An diesem Ort wird das art container project bis voraussichtlich 2020 neue kulturelle Akzente setzen.

 

Freie Plätze und öffentlich zugängliche Treffpunkte … waren Erfolgsfaktoren der Quartierentwicklung. … Für die Ausbildung einer Gemeinschaft ist es wichtig, dass Personen zusammentreffen können. („Neue Formen der Vernetzung“ Dr. Alexandra Collm , Ali Asker-Gündüz,2012)

 

 Die Initiative art container project wurde im Sommer 2014 ergriffen. Daraus ist Anfang 2015 der Verein art container project entstanden. Die Geschäftsführung des art container project liegt beim Vereinsvorstand. Informationen zum Verein und zu allen Ausstellungen sind unter www.artcontainer.ch

Kunst zum Leben

„Überall muss das Künstlerische wirksam werden. Und was, wenn es dies tatsächlich wird? Wenn jemand dies nicht um des Künstlerischen Willens tut, sondern eigenverantwortlich aktiv wird? Was, wenn dies tatsächlich einen Einfluss auf das konkrete Lebensumfeld, die Umwelt hat? Und wenn dies sogar im grossen Massstab geschieht?

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Die Dinge selbst in die Hand nehmen und nach Strategien zu suchen, wie die Verantwortung – sei es für sich selbst oder für andere – übernommen werden kann, dies ist der Modus, der oft als subversiv gilt. Wenn auf den Staat kein Verlass ist und Hoffen nicht weiterhilft, oder wenn Probleme anders angegangen und gelöst werden, als man es selbst gerne hätte, dann beginnt die Entwicklungsreise über die Grenzen der Planbarkeit und der offiziellen Arbeitsteilung.

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Uns interessieren anonyme Helden, welche ihre Stadt umplanen, autonom agieren und versuchen, das Unpassende für sich passend zu machen. Unsere Aufmerksamkeit wird geweckt durch Projekte, die den direkten, unmittelbaren Zugang zur Stadt, zu ihren Stadtbürgern suchen und so oft bestehende Strukturen überschreiten“.

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Jacqueline Parish, Gestaltung Stadträume, Tiefbauamt Zürich, commonthejournal.com

 

Verein art container project, Trottenstrasse 56, 8037 Zürich, info@artcontainer.ch

www.artcontainer.ch                                             

Inflatable Wind Tunnel, Kaspar König, artcontainer 2016
Inflatable Wind Tunnel, Kaspar König, artcontainer 2016
Maria Pomiansky, artcontainer 2016
Maria Pomiansky, artcontainer 2016